Monthly archives: August 2009

Nerd-Geek-Feminismus

Die Tatsache, dass weibliche Nerds und Geeks existieren ist leider für einige Menschen schon schwer genug zu verkraften. Denn die gängigen Klischees Nerd bzw. Geek schließen die Eigenschaft “weiblich” grundsätzlich erstmal komplett aus. Umso unmöglicher erscheinen daher die Begriffe Nerd- und Geekfeminismus, welche so eigentlich (noch) gar nicht richtig existieren. Im Laufe meiner Beschäftigung mit der Computer-Technik-Gender Thematik wurde mir bewusst, dass feministische Ansätze unglaublich wichtig und hilfreich sind um Probleme innerhalb von geekigen oder nerdigen Kreisen zu thematisieren. Es gibt schon Menschen, die auf diesem Gebiet großartige Arbeit leisten und einige Projekte habe ich bereits in Vergangenheit vorgestellt. Drei neue, wichtige und interessante Projekte sind mir in den letzten Wochen und gestern als erwähnenswert aufgefallen.

1. Das Geek Feminism Wiki

Meine erste Begegnung mit dem Begriff Geekfeminismus. Das englischsprachige Geek Feminism Wiki wurde vor nicht allzu langer Zeit, kurz nach der Gründung meines Blogs, ins Leben gerufen. Einige AutorInnen sammeln dort Beiträge über Frauen in Geekgemeinschaften und damit verbundene Probleme. (Link)

2. Das Geek Feminism Blog

Kurz nach dem Geek Feminism Wiki, wurde das ebenfalls englischsprachige Geek Feminism Blog gegründet. Es handelt sich hierbei um ein Gemeinschaftsblog von (aus anderen Projekten bekannten) Frauen, welche alle in irgendeiner Weise in geekigen Bereichen beschäftigt sind. Alle haben bereits in vergangenheit über geekig-feministische Themen gebloggt und vereinen nun ihre Erfahrungen und Ideen in einem einzigen Blogprojekt. (Link)

3. Der Nrrrdz Podcast

Nachdem ich auf Geekfeminismus Blog und Wiki stieß, wurde mir wie so oft bewusst, dass es im deutschsprachigen Raum sehr viel weniger Projekte mit dieser Themenkombination gibt. Glücklicherweise gibt es aber auch deutschsprachige Geek- bzw. Nerdfeministinnen (außer mir ;)). Zu diesen gehören Marlen (heiter scheitern) und Kathrin (ihdl), welche gestern einen interessanten Podcast zum Thema Feminismus und Netzkultur gestartet haben. Die erste Folge enthält bereits wichtige und gut beschriebene Themen (Selbst-Wiederkennungsrate bzgl. beschriebener Situationen und Ansichten bei mir SEHR HOCH). (link)

Tragisch.

Gestern beschloss ich nach einem langen Tag ein entspannendes Bad zu nehmen, welches seinen Zweck durchaus erfüllte. Jedoch sollte die Entspannung nicht lange anhalten, denn bei der Rückkehr ins Wohnzimmer begrüßte mich ein leises *klickklack* *klickklack* *klickklack*….. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass dieses Geräusch eines der letzten war, die mein MacBook von sich gab, bevor es sich dazu entschied, dass es nun an der Zeit für die Festplatte sei, zu gehen. Das letzte Backup ist von irgendwann, was aber auch nicht sehr schlimm ist, denn ich backuppe generell Dinge die mir wichtig sind (dachte ich). Außer ein bisschen Musik und ein paar belanglosen Emails sind mir aber leider meine ganzen fleissig gesammelten und gründlich sortierten Bookmarks abhanden bekommen. Eigentlich sollte dies der Stoff für die nächsten zehn bis zwanzig Blogposts sein und nun da mir alle Quellen verloren gegangen sind, gemeinsam mit meiner Schreibmaschine (die jetzt auf dem Weg zu Reparatur ist), geht es hier noch langsamer voran als ich das geplant hatte. Verzeiht.

Informatica Feminale

Auch diesen September (7. – 18.) bietet die Universität Bremen ihr jährliches Sommerstudium “Informatica Feminale” für Frauen in der Informatik an. Es richtet sich an Studentinnen, sowie Fachfrauen aus dem Berufsleben und dient der Vernetzung und Weiterbildung.

Da sich das Konzept bewährt hat, wurde es schon vor einigen Jahren von anderen Hochschulen im In- und Ausland übernommen. So findet zum Beispiel beinahe zeitgleich (8.-12. September 2009) die informatica feminale Baden-Württemberg an der Hochschule Furtwangen statt.