Mein Blog und ich
Das Wochenende ist vorbei und ich sitze müde, ruhig und an einem Stück Brot kauend an meinem Schreibtisch und überfliege meine Twitter-Timeline. Solche Rituale die mit dem Internet zu tun haben pflege ich nun schon ziemlich lange. Vermutlich könnte man, wenn man wollte, schon seit Ewigkeiten ein suchtähnliches Verhalten feststellen. In meinem Hinterkopf irgendwo, da schlummert der Gedanke an mein Blog. Wie es da irgendwo im Netz herumliegt zwischen Interessen und Belanglosigkeiten und darauf wartet von mir mit irgendwelchen eigenen Interessen oder Belanglosigkeiten gefüttert zu werden. Bei meiner Themenwahl habe ich mich stark eingeschränkt und versuche seither möglichst Passendes zu produzieren und zu sammeln. Wenn das manchmal ganz gut klappt (auch wenn ich dann doch nicht immer darüber blogge) und ich zum Beispiel Dinge über Frauen lese die tolle, für mich interessante Dinge auf die Beine stellen, dann macht mich das glücklich und ich habe das Gefühl, dass das hier irgendwie passt und richtig ist. Es gibt aber auch Tage, Zeiten oder Momente wo das nicht so gut klappt und ich mir vorkomme, als ob ich wochenlang nur die gleichen ollen Diskussionen über Frauenbeteiligung an wasauchimmer lese oder eh nur bescheuerte, sexistische Neuigkeiten. Das zermürbt mich, das macht mir keinen Spaß. Das gibt mir das Gefühl ich müsste hinsichtlich dieser Themen langsam in Rente gehen, noch bevor ich überhaupt angefangen habe mich ausreichend zu engagieren. Deshalb frage ich mich oft, wie es mit meinem Blog und mir denn nun weitergehen soll. Oft spiele ich mit dem Gedanken, es zu erweitern um die Dinge, die mir sonst noch so einfallen und die hier vielleicht eher Off-Topic sind. Lustigerweise wurde ich schon mehrfach als Technikbloggerin bezeichnet und habe mich über die Bezeichnung dann doch ein bisschen gewundert. Denn über die Inhalte meines Studiums, meiner Arbeit oder Freizeit habe ich dann doch recht wenige Worte verloren. Ein weiterer Gedanke der immer wiederkehrt ist: aufhören, am Besten sofort. Aufhören und ein Stück weit auch aufgeben. Meine Meinung und Perspektive für mich behalten und mich stattdessen still freuen oder aufregen oder nur noch Informationsfetzen auf Twitter teilen und Links oder Bildchen in irgendwelchen Soups zu sammeln. Es ist als gäbe es so viel und gleichzeitig so wenig zu schreiben, je nachdem wie man es betrachtet.
5 Responses to Mein Blog und ich
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- a blog about women in computing, feminism, stereotypes and so much more.
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erweitern ist auf jeden fall besser als aufhören! keep on writing, girl!
Erweitern.
ich würde mich total freuen, wenn du das blog thematisch erweiterst :)
Weitermachen! Neues machen! Du selbst bleiben.
All diese Gedanken kenne ich nur zu gut. Wenngleich auch mit anderen Themengebieten im Kopf. Nur das Aufgeben scheitert am Ende dann doch daran, dass ich es zu schön finde, eine Fläche zum Veröffentlichen zu haben.