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“Ich sehe keinen Sexismus” vs. “Es gibt keinen Sexismus”

Die ersten Monate hatte ich mich in diesem Blog und darüber hinaus sehr intensiv mit den verschiedensten Formen von Sexismus auseinandergesetzt. Dies führte dazu, dass ich sehr aufmerksam wurde und Alltagssituationen immer kritischer betrachtete, Menschen beobachtete und Dinge hinterfragte. Aus verschiedensten Gründen kam es aber anschließend dazu, dass ich mich nicht mehr mit der Thematik beschäftigen konnte, weshalb sich mein Blog momentan in einer Art Tiefschlaf befindet.

Leider musste ich feststellen, dass ich durch meine angespannte Gesamtsituation auf einem Auge blind wurde und eine Wahrnehmung sexistischer Situationen kaum mehr stattfand. Diese Woche hatte ich erstmals wieder Momente in denen ich dazu kam bestimmte Situationen Revue passieren zu lassen und mir einzugestehen, dass die Art von Sexismus die ich bisher thematisiert hatte auch in diesem Umfeld in dem ich mich nun befinde existiert. Ich empfinde das noch immer als himmelschreiendes Unrecht, fühle mich jedoch gleichzeitig gelähmter als je zuvor.

Zweifel.

So sollte der Titel dieses Blogposts lauten, der schon über einen Monat in meinem Kopf herumspukt. Jedoch rauben die Zweifel so viel Kraft, dass ich es derzeit nicht schaffe alles in passende Worte zu fassen. Ich hoffe nicht, dass mein Blog daran kaputt geht.

Tragisch.

Gestern beschloss ich nach einem langen Tag ein entspannendes Bad zu nehmen, welches seinen Zweck durchaus erfüllte. Jedoch sollte die Entspannung nicht lange anhalten, denn bei der Rückkehr ins Wohnzimmer begrüßte mich ein leises *klickklack* *klickklack* *klickklack*….. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass dieses Geräusch eines der letzten war, die mein MacBook von sich gab, bevor es sich dazu entschied, dass es nun an der Zeit für die Festplatte sei, zu gehen. Das letzte Backup ist von irgendwann, was aber auch nicht sehr schlimm ist, denn ich backuppe generell Dinge die mir wichtig sind (dachte ich). Außer ein bisschen Musik und ein paar belanglosen Emails sind mir aber leider meine ganzen fleissig gesammelten und gründlich sortierten Bookmarks abhanden bekommen. Eigentlich sollte dies der Stoff für die nächsten zehn bis zwanzig Blogposts sein und nun da mir alle Quellen verloren gegangen sind, gemeinsam mit meiner Schreibmaschine (die jetzt auf dem Weg zu Reparatur ist), geht es hier noch langsamer voran als ich das geplant hatte. Verzeiht.

Das ist nicht das Sommerloch

Auch wenn es so aussehen mag… nein, ich habe mein Blog nicht vergessen. Es ist auch nicht so, dass es mir an Themen und Gedanken mangelt. Kann selbst gar nicht genau sagen, woran es liegt, dass hier momentan Funkstille herrscht.

Vielleicht daran: Ich habe endlich endlich endlich(!) die Abendschule abgeschlossen und zeitgleich meinen Job gekündigt, wo ich nun aber noch ein paar Wochen arbeiten muss. Demnächst folgt dann der Umzug und Semesterbeginn und das wird jetzt alles neu und aufregend und hoffentlich gut.