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	<title>side-glance &#187; weird</title>
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		<title>Benachteiligung von Jungen &#8211; Was ist eigentlich &#8220;geschlechtersensibel&#8221;?</title>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2011 17:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>side-glance</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton380" class="tw_button" style="float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.side-glance.de%2F2011%2F05%2F28%2Fbenachteiligung-von-jungen-was-ist-eigentlich-geschlechtersensibel%2F&amp;text=Benachteiligung%20von%20Jungen%20%26%238211%3B%20Was%20ist%20eigentlich%20%26%238220%3Bgeschlechtersensibel%26%238221%3B%3F&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.side-glance.de%2F2011%2F05%2F28%2Fbenachteiligung-von-jungen-was-ist-eigentlich-geschlechtersensibel%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.side-glance.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Die (lokale) Piratenpartei hat im Rahmen ihrer Piratenakademie gestern Dr. Bruno Köhler, Vorstandsmitglied des Vereins &#8220;MANNdat&#8221; an die Universität Konstanz eingeladen. Der Verein hat laut eigener Aussage das Ziel auf Diskriminierung von Jungen und Männern hinzuweisen. Der Referent hielt einen Vortrag zum Thema &#8220;Jungen fördern für Eltern und Lehrkräfte&#8221; und brach diesen aufgrund von fehlender Kritikfähigkeit überraschend vorzeitig ab. Die Piraten selbst wiesen im Nachhinein darauf hin, dass die Auswahl des Referenten aufgrund seiner Referenzen (Vorträge, bzw. genau diesen Vortrag vor politischen Entscheidungsträgern) erfolgte. Laut Aussage der anwesenden Zuschauer_innen hat der Referent zu Beginn der Veranstaltung keine großen Worte über die Art und den Umfang seines bisherigen Engagements oder seinen fachlichen Hintergrund verloren. Da ich erst einige Minuten später dazu kam kann ich nur über den Vortag ab diesem Zeitpunkt berichten. </p>
<p>Zum Einstieg klickte sich der Referent durch einige Seiten bunter Auszüge aus Statistiken mit Angaben über Schulabbrecher_innen, Art und Anzahl der Schulabschlüsse nach Geschlecht, Anteil männlicher Schüler an Gymnasien und einige Weitere. Bei den Grafiken war oftmals trotz Quellenangabe sehr unklar wie diese zustande kamen und ob sie sich nun im Einzelnen auf Baden-Württemberg oder Deutschland beziehen. Durch das schnelle Weiterklicken wurde weniger berichtet oder erläutert, sondern vielmehr der Eindruck vermittelt, dass das eh schon allen Zuschauer_innen klar sein muss. Der Referent erwähnte auch vorab, dass viel in den Medien berichtet wird, jedoch nicht alles &#8220;stimmt&#8221;, was auch immer das im Bezug auf deinen Vortrag heißen mochte. Er wies auch darauf hin, dass er im Verlauf des Vortrags eine &#8220;Tendentielle Betrachtung&#8221; aufgeteilt in &#8220;mädchentypisch&#8221; und &#8220;jungentypisch&#8221; vornimmt. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht ganz klar was das mit Jungenförderung zu tun haben sollte&#8230; Es folgten weitere Folien voller bunter Grafiken zu ADHS bei Jungen dessen Auswirkungen er unter anderem für Jugendarbeitslosigkeit verantwortlich machte und gleich darauf eine Grafik die zeigen sollte, dass der Absolvent_innenanteil im Fach Ingenieurswesen bei Männern sinkt und Frauen steigt. Der Zusammenhang mit ADHS oder sonstige Ursachen blieben dabei absolut unklar. Der Referent verwies darauf, dass &#8220;die Bildungspolitik dafür verantwortlich sei, dass keine Ursachen für Bildungsmisserfolge von Jungen bekannt sind&#8221;. </p>
<p>Im zweiten Teil der Präsentation sollte es um Ansätze und Fördermöglichkeiten im frühkindlichen Bereich gehen. Vom Referenten wurde mehrmals darauf hingewiesen, dass die Entwicklung von Jungen in sämtlichen Entwicklungsbereichen langsamer vonstatten geht. Dies war die Grundlage seiner Forderung nach &#8220;<strong>geschlechtersensiblen Fördermaßnahmen</strong>&#8220;. Dann kamen Aufzählungen von Fördermöglichkeiten (z.B: Vorlesen, Reime bilden..) für Kinder im Allgemeinen und über die Motorik der Übergang zu &#8220;jungentypischen Interessen&#8221; am Beispiel einer Motoradrennstrecke. Der Referent forderte auf &#8220;<strong>geschlechtertypische Psychologie</strong>&#8221; zu akzeptieren und begann eine Vielzahl von Klischees aufzuzählen. </p>
<p>Er erwähnte &#8220;dass in der Schule ja oft Texte zum Thema Beziehungen gelesen werden und Jungs das ja nicht so interessiert&#8221;, genau &#8220;wie Mädchen andere Dinge nicht interessieren&#8221;. Zu diesem Thema meldete sich eine Frau aus dem Publikum zu Wort und <strong>merkte an, dass es bei Texten eher darauf ankäme inwiefern Mädchen oder Jungen darin eine Rolle spielen und es z.B. für Mädchen selbstverständlich uninteressant werden kann, wenn keine weibliche Person im Text vorkommt.</strong> Der Referent machte nicht den Eindruck als ob ihn dieser Kommentar sonderlich interessierte und fuhr weiter fort mit einigen Zitaten zum Thema Jungen und Lesen (unstrukturierterweise kam dazwischen noch mal was Zusammenhangloses über ADHS). Es folgte eine Folie zum Thema Genrepräferenzen beim Lesen und laut Referent sei es vollkommen klar, dass man Jungs nur dann zum Lesen motivieren kann, wenn man Literatur entsprechend der Statistiken wählt. Aus dem Publikum erwähnte eine Frau Harry Potter und <strong>fragte warum Bücher die beide Geschlechter ansprechen nicht ebenso geeignet seien</strong>. Der Referent wies darauf hin, dass er überhaupt nicht wisse wie viele Jungen und Mädchen Harry Potter lesen. Er stellte außerdem die Vermutung auf, dass diese Bücher von manchen Kindern nur gekauft werden weil sie &#8220;modern&#8221; sind und dann ungelesen im Bücherregal stehen (Lustigerweise habe ich mir im Nachhinein eine seiner zitierten Statistiken angesehen&#8230; wo Harry Potter explizit erwähnt wurde). Nachdem der Referent erwähnte, dass Jungen vor allem sachbezogene Bücher lesen wollen und schön klischeeartig aufzählte was für Jungs geeignet sei, meldete ich mich zu Wort. <strong>Ich fragte, ob er es denn nicht für möglich hält, dass das Klischee &#8220;Jungs lesen nicht&#8221; allgemein das Problem sei und dass Jungen dadurch eher Fußball spielen wollen weil es gesellschaftlich honoriert wird, während das Lesen eher sanktioniert wird. Ich wollte wissen, warum er es für sinnvoll hält stereotype Themen zum Lesen zu reichen anstatt Geschlechterrollen aufzubrechen und zu vermitteln das Lesen allgemein auch für Jungen okay ist.</strong> Leider hat der Referent überhaupt nicht verstanden worauf ich hinaus wollte und setzte seine endlose Reihe an Stereotypen fort, was zu zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum führte, die ihn mehrfach auf das pure Reproduzieren von stereotypen Geschlechterrollen hinwiesen. Ein Mitglied der Piratenpartei zischte mehrfach in die Runde und verlangte die Diskussion auf das Ende des Vortrags zu verschieben. Das Publikum hatte jedoch sichtbar keine Lust mehr sich von Klischees zu berieseln zu lassen. Lediglich <strong>eine Studentin merkte an, dass die Methode bestimmte &#8220;jungentypische&#8221; Genres anzubieten in einigen Fällen vielleicht schon hilfreich sein könnte und der Diskurs angesichts der verschiedenen Faktoren die zu Jungenbenachteiligung führen (soziale Herkunft, Migrationshintergrund..) auf mehreren Ebenen geführt werden muss</strong>. Als der Referent dann aber auch noch mit Fußballtabellen kam um das Mathematikverständnis zu fördern und nach mehreren Hinweisen aus dem Publikum den Begriff Sozialisation immer noch nicht hören wollte ging der Vortrag nicht mehr sonderlich lange. Eine Person hat auch das Wort Gender erwähnt, was den Referenten ein wenig zum Kochen brachte und er begann über Gender Mainstreaming und Frauenförderprojekte abzukotzen, wechselte aber anschließend die Folie um den &#8220;Abbau jungenfeindlicher Vorurteile&#8221; zu fordern. Mehr Inhalt war nicht da und dass er das Thema verfehlt hat indem er überhaupt kein einziges Mal <strong>Geschlechterrollen an sich</strong> in Frage gestellt hat und auch nicht bereit war dies in irgendeiner Form zu tun war mehr als deutlich. Die Forderung des Abbaus von Vorurteilen wirkte dadurch mehr als absurd und das Publikum kam sich verarscht vor und diskutierte ausgelassen und erregt, bis der Referent schließlich den Vortrag abbrach.</p>
<p>Während einige der anwesenden Mitglieder der Piratenpartei peinlich berührt waren und die Aktion sofort im Anschluss und auch hinterher auf Twitter als Fail bezeichneten, hat sich einer jedoch vom Referenten &#8220;verstanden gefühlt&#8221; und bezeichnete das Publikum im Nachhinein (ebenfalls Twitter) als &#8220;aggressive linke Punker&#8221;, beklagte den &#8220;linken Genderzeitgeist&#8221; und schlug vor das nächste Mal gebildeteres Publikum einzuladen, welches sich &#8220;zu benehmen weiß&#8221;. </p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.side-glance.de/?flattrss_redirect&amp;id=380&amp;md5=a60b28679ecd6645a52b7c8ef8d43667" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.side-glance.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Merkwürdiges</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 20:45:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da heute mein Interview mit der Mädchenmannschaft veröffentlich wurde, hatte ich sehr sehr viele BesucherInnen. Als ich soeben mal durchging, woher die sonst so kommen, fiel mir ein neues Blog auf. Ich weiß jetzt nicht genau, was ich davon halten soll.

http://ascii-terror.org/wordpress/ wurde wohl heute eingerichtet, mit gleichem Schwerpunkt und ähnlichem Wortlaut in der About-Seite. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton149" class="tw_button" style="float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.side-glance.de%2F2009%2F05%2F05%2Fmerkwurdiges%2F&amp;text=Merkw%C3%BCrdiges&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.side-glance.de%2F2009%2F05%2F05%2Fmerkwurdiges%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.side-glance.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Da heute mein <a href="http://maedchenmannschaft.net/bitte-mehr-freundlichkeit-im-netz/">Interview mit der Mädchenmannschaft</a> veröffentlich wurde, hatte ich sehr sehr viele BesucherInnen. Als ich soeben mal durchging, woher die sonst so kommen, fiel mir ein neues Blog auf. Ich weiß jetzt nicht genau, was ich davon halten soll.</p>
<p><a href="http://ascii-terror.org/wordpress/">http://ascii-terror.org/wordpress/</a> wurde wohl heute eingerichtet, mit gleichem Schwerpunkt <del datetime="2009-05-06T08:06:23+00:00">und ähnlichem Wortlaut in der About-Seite</del>. Falls das jetzt irgendwie vorwurfsvoll klingt: Liebe Betreiberin, ich freue mich, dass wir anscheinend die gleichen Interessen haben, den gleichen Job und im gleichen Alter sind und wir uns beide über elektronische Post freuen. Dennoch erschreckt es mich sehr dein Blog mit verschlafenen Augen zu entdecken und den Eindruck zu haben einen Klon von mir selbst entdeckt zu haben. <del datetime="2009-05-06T06:28:17+00:00">Vielleicht magst du mir ja selber sagen, was es damit auf sich hat? :) Ich bin neugierig!</del></p>
<p>6. Mai: Oh und tatsächlich bekam ich Post und freu mich nun auf das neue Blog. :)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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